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Artikel-Archiv 2015

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Totale Monfinsternis (mit Nebel)

Mofi2015 Wie ungewöhnlich: ein besonderes Ereignis und keine Wolken! Das gab es schon seit Jahren nicht mehr. Und es hat sich gelohnt: die gesamte Finsternis bis zum Austritt aus dem Kernschatten lies sich von unserer Sternwarte aus beobachten. Erst nach Ende der Totalität zog allmählich tiefer Nebel auf, der zunehmend die Sicht versperrte. Dies erinnerte doch irgendwie an die Sonnenfinsternis dieses Jahres.

Ergebnisse in unserer Bildergalerie unter Mond.

(BK, 28.09.2015)

Beobachtung zur Mondfinsternis am Mo, 28.09.

In den letzten Tagen erreichten uns bereits einige Anfragen zu einer Beobachtung der einzigen totalen Mondfinsternis 2015 bei uns in der Sternwarte. Der Beginn der Finsternis um 03:06 Uhr (Eintritt in den Kernschatten) ist nicht gerade zur arbeitnehmerfreundlichen Zeit. Aus dem Grund können wir leider auch kein umfangreiches, öffentliche Beoachtungsprogramm anbieten. Dennoch werden wahrscheinlich einige von uns dort sein, wenn das Wetter eine Beobachtung erlaubt (wolkenfrei bis zum Horizont!).

Wenn Sie uns dann besuchen möchten, rufen Sie bitte vorher bei uns an, bevor Sie losfahren. So erfahren Sie, ob die Fahrt nach Ubbedissen lohnt. Gehr nur der AB dran, ist die Sternwarte leider unbesetzt, also geschlossen.

(BK, 20.09.2015)

(keine) Sonnenfinsternis für Kinder!

Das war sie nun, die Sonnenfinsternis 2015. Wie bei jedem dieser Schauspiele war sie auch diesmal wieder eine eindrucksvolle Demonstration, wie unser Planet und sein Mond ein dynamisches Duo im großen Ganzen des Sonnensystems sind.

Was man allerdings hier auf dem Boden erlebte, war vielerorts erschreckend. Man konnte den Eindruck bekommen, das Wissen des Mittelalters sei heute vergessen. Natürlich sind Sonnenfinsternisse seit je her mit Mystik verbunden, aber seit dem späten Mittelalter weiß man sehr genau, was dabei wann, wo und warum passiert. (im Übrigen glaubte niemand im Mittelalter an eine Scheiben-Erde, das ist nachgewiesenermaßen eine Diskreditierung durch die Aufklärung des 19. Jahrhunderts).

Und so ist es nicht nur unbegreiflich, sondern höchst beschämend, wie die Nachwuchsgeneration von ihren Bildungseinrichtungen am vergangenen Freitag mancherorts schikaniert wurde. Anstatt die seltene, sich auf Jahre nur für Minuten bietende Chance zu ergreifen, Naturwissenschaft live zu vermitteln und bleibende Erinnerungen und Wissen zu schaffen, wurden selbst Volljährige in zugeklebten Räumen eingesperrt und, im wahrsten Sinne des Wortes, im Dunklen gelassen. Das ist etwa so, als schauten die Kinder demnächst im Sportunterricht Fussball im Fernsehen, denn sie könnten sich womöglich auf dem Rasenplatz verletzen. Von dem seltenen Naturschauspiel nichts mitbekommen zu dürfen ist das Eine, das Bild, dass sich nun im Kopf Millionen von Kindern einprägt, die Finsternis selbst sei gefährlich, ist kaum wieder gut zu machen. Schädliche "SoFi-Strahlen" wurden gar herbeiorakelt, die augenblicklich krank machen. Hier haben so manche Schulen am letzten Freitag auf ganzer Linie versagt.

Im Vorfeld hätten in weniger als einer halben Unterrichtsstunde für wenige Cents Lochblendenkameras zur Beobachtung der Finsternis gebastelt werden können. Zu den verschiedenen Strahlungen der Sonne gibt es viele einfache und ungefährliche Experimente für alle Altersgruppen.

Als Betreiber einer Volkssternwarte zeigen wir sehr vielen Kinder die Sonne, sogar mit Teleskopen - gefahrlos. Innerhalb von nur wenigen Minuten haben bislang alle Kinder verstanden, warum man besser nicht direkt in die Sonne blicken sollte. Sie begreifen, was das helle Ding da oben am Himmel wirklich ist. Aufklärung anstatt Vorenthaltung. Nichts bleibt mehr in Erinnerung als der eigene Blick ins Universum - eben Anschauungsunterricht.

Die nächste partielle Sonnenfinsternis bei uns ist im Jahr 2021 die nächste totale 2081.
Liebe Schulen, lasst die Kindern dann nicht wieder im Dunklen.

(BK, 26.03.2015)

Kurze Blicke auf die bedeckte Sonne

SoFi 2015 Eigentlich sind wir ja keine Pessimisten, aber irgendwie beschleicht einen das Gefühl, dass der Grad der Bewölkung doch mit dem Auftreten von interessanten Ereignissen abhängt: je seltender das Spektakel, desto mehr Wolken!

Am Morgen lag dicker Nebel über der Gegend, so dass es die Sonne schwer hatte, diesen aufzulösen. Vor dem ersten Kontakt, dem Beginn der Finsternis sah es noch so aus, als wäre der Nebel bald weg. Aber mit schmaler werdender Sonne wurde auch der Nebel wieder dichter. Beim Maximum war dennoch der drastische Helligkeitsunterschied zum "normalen" Licht sichtbar, alles wirkte irgendwie unnatürlich. In der Zeit bis zum Austritt kurz vor Mittag änderte sich an der Wettersituation nichts, die Sonne tauchte nicht mehr auf.

Trotz des Wetters besuchten uns über 70 Gäste, die, statt ausführlicher Beobachtung alternativ durch kurze Vorträge über das Geschehen aufgeklärt wurden. Obgleich mit großem Interesse verfolgt, wollten dennoch alle Besucher den echten Himmel betrachten, und so starrten um halb Elf alle nach oben in die weiße Wolkendecke - Ohne Erfolg. Dennoch verließen uns alle Besucher mit einem großen Lob, wie viel wir trotz des Wetters noch geboten haben.

Sternwartenkollege Oliver hatte mit seinen Kameras einige Impressionen eingefangen,
siehe hier.

Die nächsten, hier sichtbare Finsternis ist am 10. Juni 2021, jedoch nur mit einer Bedeckung von 15%, etwas besser die am 25. Oktober 2022 mit 26% und am 29. März 2025 mit 20%. Richtig spannend wird es erst am 12. August 2026, wo der Mond 89% von der Sonne bedeckt.

(BK, 20.03.2015)

Sonnenfinsternis am Freitag, 20.03.

In den Medien wird immer häufiger von der Sonnenfinsternis (SoFi) berichtet, leider nicht immer mit (astronomisch) richtigen Angaben. Hier die wichtigsten Fakten zur SoFi am Freitag:

--> Die Sonne ist auch an dem Tag nicht gefährlicher als sonst. Wir brauchen also keine "SoFi- Brille", um den Tag zu überstehen. Nur der Blick in die Sonne darf nicht ungeschützt erfolgen! Schweißerbrillen, wie es im Radio schon wieder zu hören gab, gehen übrigens meist auch nicht, die Filter sind zu schwach. Gleiches gilt für andere, auch früher meist empfohlene Gegenstände, die ich hier gar nicht erst erwähnen möchte. Alle diese Filter dämpfen zwar das Licht, aber weit weniger, als es für die Sonnenbeobachtung erforderlich ist. Viele Dinge lassen sogar das gefährliche UV-Licht ungehindert durch, so dass zwar der Eindruck entsteht, das Auge sei geschützt, das Gegenteil ist aber der Fall.

--> Unsere Sternwarte hat von 10 bis 11 Uhr zur öffentlichen Beobachtung geöffnet (es gelten die normalen Eintrittspreise). Gruppen (Schulklassen, etc.) können wir am Freitag leider nicht mehr annehmen, da wir nur begrenzte Kapazitäten haben.

--> Die Bedeckung beginnt um 09:33 Uhr MEZ, Maximum ist um 10:41 Uhr mit einer Bedeckung von 81,6%, Die Finsternis endet um 11:53 Uhr, wenn der Mond wieder von der Sonne weggezogen ist.

--> Was können Sie tun, wenn Sie keine Sonnenfinsternis-Brille haben?
Wir haben nur noch eine sehr begrenzte Menge zur Verfügung, die wir am Freitag zur Öffnungszeit verteilen und auch verkaufen können. Sie können sich aber mit haushaltsüblichen Dingen und wenig Zeitaufwand eine sichere Beobachtungshilfe selbst basteln:
Eine Lochkamera. Sie nehmen ein dickes Stück Karton (keine Wellpappe) und drücken mit einem Bleistift oder einer dicken Nadel ein kleines Loch hinein. Scheint die Sonne durch das Loch, kann man auf einer weißen Fläche dahinter gefahrlos zu mehreren die Sonne anschauen. Je kleiner das Loch, desto schärfer das Bild, aber auch desto dunkler die Sonne.


(BK, 18.03.2015)

Programm für 2015 fertig

Inzwischen ist auch - mit zweimonatiger Verspätung - das neue Veranstaltungsprogramm fertig, der Flyer ist aktuell im Druck. Im Netz ist die neue Version schon zum Download bereit, siehe unter Veranstaltungen.

(BK, 04.02.2015)

in eigener Sache

Sicherlich ist es den meisten Besuchern aufgefallen, dass hier auf der Homepage nicht mehr viel passiert. Das soll aber nicht heißen, dass die Sternwarte nicht mehr aktiv ist. Ganz im Gegenteil. Wir konzentrieren uns aktuell darauf, dass die Besucher-Abende (immer freitags) interessant weiter durchgeführt werden können. Neuigkeiten für die Internetseite gibt es dabei aktuell leider einfach nicht.
Wir hoffen, dass sich das im laufenden Jahr 2015 wieder ändert.

(BK, 05.01.2015)